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Panasonic Lumix DMC-G6 – WLAN-Funktionen

  • Panasonic Lumix DMC-G6 (Kit) – 729 Euro
    (Preise Stand Juni 2013)

Dies ist eine Ergänzung zu dem umfangreichen Test der Panasonic DMC-G6. Hier geht es lediglich um die WLAN-Funktionen der Kamera.

Den umfangreichen Test findet du HIER

Hinweis: Panasonic hat für die Lumix DMC-G6 eine neue Firmware veröffentlicht.
Mit der Version 1.1 ist es nun möglich Fotos und Videos drahtlos zu Apple-Rechnern zu übertragen.

Die neue Firmware Version 1.1 findest du hier auf den Service-Seiten von Panasonic:

http://panasonic.jp/support/global/cs/dsc/download/index.html

Und so wird die Firmware installiert:

– Datei auf den Rechner herunterladen
– Die Zip-Datei entpacken
– Die Datei G6___V11.bin auf eine formatierte SD-Karte kopieren (kein Verzeichnis anlegen)
– Der Akku der G6 muss voll geladen sein
– Nun die SD-Karte mit der Firmware in die ausgeschaltete G6 einlegen
– Jetzt die G6 einschalten und die Wiedergabe-Taste (grüner Pfeil) drücken
– Den Anweisungen folgen
– Die Kamera schaltet sich nach erfolgreichem Firmware-Update aus und wieder ein
– Die SD-Karte entnehmen und die normale wieder einlegen

ACHTUNG: Das Update erfolgt auf eigene Gefahr. Ich übernehme keinerlei Gewähr,
wenn es bei dem Update zu Fehlern kommt, die die Kamera beschädigen.
Das Update erfolgt auf eigene Gefahr.

Wer meine Tests regelmäßig ließt, wird es schon wissen: Ich bin ein WLAN-Fan. Ich nutze die drahtlose Übertragung von Bildern auf iPad, iMac und TV-Gerät sehr gerne. Ich finde es super praktisch, die Bilder blitzschnell zu übertragen, ohne die SD-Karte aus der Kamera nehmen zu müssen. Allerdings scheiterte das bei den meisten Kameras immer daran, dass man die Bilder erst nach dem Fotografieren übertragen konnte. Sprich: Erst die Bilder schießen, dann ins WLAN-Menü und die Aufnahmen übertragen. Da ich das unpraktisch finde, habe ich die Eye-fi-Karte genutzt. Die überträgt die Fotos sofort. Und genau diese Funktion hat nun auch die Panasonic Lumix DMC-G6. Mit der kann ich die Bilder sozusagen parallel während des Fotografierens schon auf mein iPad übertragen. Aber nicht nur das ist möglich, sondern auch die Fernsteuerung der Kamera, das Übertragen der Bilder auf ein TV-Gerät und das spätere Übertragen der Bilder auf ein bestimmtes Gerät. 

Zusätzlich ist die G6 noch mit einem NFC-Chip ausgestattet. Was das ist? Ein Near-Field-Communication-Chip. Damit lassen sich die WLAN-Verbindungsdaten berührunglos zu entsprechenden Geräten übertragen. Die Idee ist gut, aber es gibt praktisch noch keine Empfangsgeräte – Smartphones, Tablett-PCs oder Notebooks – die ebenfalls einen solchen Chip haben. Deswegen kann ich schlicht und ergreifend nicht sagen, wie gut und einfach das tatsächlich funktioniert.

Ich muss daher also die "herkömmliche" Variante nutzen. Also erst mal ein Druck auf die "WiFi"-Taste, die Fn4 unten rechts auf der Kamera-Rückseite. Achtung: Die Taste kann im Individual-Menü beliebig umprogrammiert werden. Passiert beim Druck auf die Fn4 nichts, einfach mal im Menü unter dem Punkt "Fn-Tasteneinstellung" schauen, wie die Taste belegt ist. Nun öffnet sich das WiFi-Menü (Screen links). Jetzt wird der Punkt "Neue Verbindung" aufgerufen. Nun stehen zur Wahl "Aufnahme & Ansicht über Fernbedienung", "TV-Wiedergabe", "Bilder während der Aufnahme schicken" und "Auf Kamera gespeicherte Bilder übertragen". 

 

 

Sollen die Funktion drei und vier über ein Smartphone oder Tablett-PC genutzt werden, muss auf das entsprechende Gerät zunächst die entsprechende Panasonic-App heruntergeladen und installiert werden. Nutzen Sie ein iPhone oder iPad finden Sie die App im App-Store unter der Bezeichnung „Panasonic Image App“. 

Möchtest du die Kamera vom iPad oder iPhone fernsteuern und Aufnahmen machen, wähle den ersten Punkt in der Liste. Nun muss die WiFi-Verbindung hergestellt werden. Dazu gehst du in die Einstellungen des iPad, gehst auf WLAN und nach wenigen Sekunden sollte die Kamera in der Liste auftauchen. Hier im Beispiel mit dem Namen "G6-F5E1A7". Nun einfach das Kennwort (Passwort) eingeben und die beiden Geräte sind verbunden – auch ganz einfach ohne NFC-Chip. Nun wird auf dem Kontrollbildschirm der Lumix DMC-G6 schon die Meldung angezeigt, man möge die App öffnen. Also einfach auf dem iPad öffnen und schon steht die Verbindung. Genau so einfach habe ich mir das vorgestellt. 

Nun sehe ich auf dem iPad das Live-Bild der G6. Ist die mit einem Power-Zoom-Objektiv bestückt, kann ich sogar zoomen. Mit der neuen App stehen eine Reihe von Einstellungen zur Verfügung. Auf dem Screenshot des iPads ist das zu sehen. So kann auch das Quick-Menü aufgerufen werden und die Einstellungen verändert werden. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber der alten App, mit der es diese Optionen nicht gab. 

Verbindung mit der G6 auf dem iPad

Eingabe des Kennworts

Live-Ansicht der G6

Einstellung ISO-Empfindlichkeit

Quick-Menü auf dem iPad

Aufgenommene Bilder

Kommen wir nun zu der eigentlich wichtigen Funktion: "Bilder während der Aufnahme schicken". Ist das iPad schon gekoppelt, müssen die WLAN-Einstellungen nicht mehr eingegeben werden. Kamera und iPad – oder ein anderer Mobilservice – sind nun miteinander verbunden. Wieder die App aufrufen und schon kann's losgehen. An der Kamera können nun die gewünschten Einstellungen gemacht werden und los geht's mit dem Fotografieren. Auf dem Kontrollbildschirm wird nun angezeigt, dass die Aufnahme übertragen wird. Machst du mehrere Aufnahmen in Folge, so wird angezeigt, wieviele noch in der Warteschlange sind. Die gesendeten Fotos tauchen sofort im Foto-Album des iPad auf. Und das in voller Auflösung. Zumindest, wenn man das so wünscht und in den Einstellungen der App entsprechend gewählt hat.

Neben der Direkt-Übertragung gibt es weitere Optionen. So kann man sich ein Panasonic-Konto anlegen, zu dem ein Cloud-Service gehört. Das ganze ist kostenlos und ermöglicht das Speichern von bis zu 1000 Fotos. Wobei die Bilder maximal einen Monate gespeichert und dann automatisch gelöscht werden. Die ist ähnlich der Apple-Foto-Cloud. Die Aufnahmen können natürlich aus der Cloud auf einen Computer kopiert und gesichert werden. Weiterhin können Bilder und Videos per WLAN auf TV-Geräten oder anderen WLAN-fähigen Geräten wiedergegeben werden. Bei mir ist allerdings ein Versuch, die Bilder der G6 auf einem Samsung-Fernseher wiederzugeben, gescheitert. Die Geräte ließen sich zwar verbinden, aber Fotos wurden nicht angezeigt – der Fernseher quittierte das Ganze mit der Meldung "Dieses Format wird nicht unterstützt". Ich gehe davon aus, dass das mit einem entsprechenden Panasonic-Fernseher problemlos möglich ist.

Kommen wir nun zu den interessanten Punkten: Die Übertragung auf den PC. Zwei Welten gibt es: Windows und Apple Mac mit OS.X. Gleich vorweg: Nur mit der neuen Firmware 1.1 klappt die Übertragung in die Apple Welt. Und noch etwas: Das Ganze ist nicht so ganz einfach und es kann sein, dass man ein bisschen rumprobieren muss, bevor die Verbindung steht und das Ganze funktioniert.

Fangen wir mit Windows an. Zunächst muss in Windows ein Ordner angelegt werden, der dann über die Eigenschaften freigegeben wird. Nun kannst du in den Netzwerkeinstellungen gleich mal schauen, ob eine Arbeitsgruppe immer noch "WORKGROUP" heißt. Wenn ja, dann ist alles gut. Wenn nein, dann bitte auf der G6 ins WiFi-Menü gehen und dort im Setup den Punkt ändern und statt der Vorgabe "WORKGROUP" den Namen deiner Arbeitsgruppe eintragen. 

Auf dem Mac sieht das ganze im Prinzip genau so aus. Erst mal einen Ordner anlegen – bitte einen einfachen Namen wählen, ohne Umlaute oder Sonderzeichen – "Lumix" wäre zum Beispiel passend. Nun auf den Ordner klicken und den Punkt "Informationen" aufrufen. Beim Punkt "Freigegebener Ordner" kommt nun ein Haken hin. Nun geht's in die Systemeinstellung auf den Punkt "Freigaben". Hier auf den "Dateifreigabe" klicken. Dort sollte der soeben angelegte Ordner in der Liste auftauchen – in unserem Beispiel "Lumix". Nun auf den Ordner klicken und den Punkt "Optionen". Hier muss nun der Haken an den Punkt "Dateien und Ordner über SMB (Windows) freigeben". Ein Klick auf "fertig" und das sollte es gewesen sein.

Nun wieder ins WiFi-Menü der G6 und zwischen den Punkten "Bilder während der Aufnahme schicken" und "Auf Kamera gespeicherte Bilder übertragen" wählen – je nachdem was du machen möchtest. Nun den Punkt "PC" wählen. Zur Wahl steht nun die Variante über Netzwerk oder Direkt. Sowohl für Windows als auch für den Mac hat die direkte Variante bei mir nicht funktioniert, sondern nur die über Netzwerk. Bei der direkten Verbindung konnte ich die Kamera zwar mit dem PC/Mac verbinden, mehr aber auch nicht – die Ordner wurden nicht gefunden. Also ab ins Netzwerk – entweder per WPS oder manuell. Steht die Verbindung sucht die G6 den oder die freigegebenen Ordner. Bei mir hat die G6 diese nicht auf Anhieb gefunden, sondern nach einiger Zeit immer die manuelle Suche abgefragt. Hier muss nun der Rechnername eingegeben werden. Auf Windows-Rechnern findet man den in der Netzwerk-Umgebung. Auf dem Mac findet man ihn in den Systemeinstellungen unter Freigaben und Dateifreigabe. In dem Fenster sollte nun ganz oben stehen: "Computer im lokalen Netzwerk können auf Ihren Computer unter "MacBook.local" (oder ähnlich) zugreifen". Dieser Rechnername muss nun auf der G6 eingegeben werden. Wenn alles klappt, erscheint nun die Liste der freigegebenen Ordner, im Idealfall auch "Lumix". Nun den auf der G6 auswählen und .... fertig. 

Je nach gewählter Option kannst du nun Bilder auf den Rechner übertragen – Einzelbilder oder mehrere – oder die Aufnahmen werden im Hintergrund auf den Rechner übertragen. Ist diese Variante gewählt erscheint auf dem Display der G6 nach dem Speichern auf der linken Seite des Kontrollbildschirms eine kleiner Kamera mit einem Pfeil nach oben und "R1". Dieses Symbol wird so lange angezeigt, so lange die Bilder übertagen werden. Dabei gibt die Ziffer an, wieviele Bilder noch in der Warteschlange stehen. Ist die Variante "Auf Kamera gespeicherte Bilder übertragen" gewählt, wird bei der Übertragung ein Fortschrittsbalken angezeigt. Es können übrigens sowohl JPEG- als auch RAW-Dateien übertragen werden. Ach ja: Auf dem Mac werden die Bilder in einem Unterordner des freigegebenen Ordners gespeichert. Der Unterordner wird automatisch angelegt.

Bei mir haben beide Varianten sowohl mit einem Windows-Rechner als auch Mac problemlos geklappt. Nach dem Ausschaltern der G6 konnte ich sogar ganz einfach über die Verlaufsliste im Wi-Fi-Menü die Verbindung wieder herstellen. Sollte es bei euch nicht klappen, müsst ihr ein wenig herumprobieren. Wichtig ist, dass der Ordnername ohne Umlaute und Sonderzeichen ist. Kontrolliert die jeweilge Freigabe noch mal und probiert nochmal eine Verbindung herzustellen. Zwischendurch mal die Kamera ausschalten und neu starten. Wie schon angedeutet: Die Konfigurationen sind immer unterschiedlich, ob Router (in meinem Fall eine Fritzbox), WLAN-Zugangspunkt (bei mir eine Time-Capsule) und natürlich die Rechner mit unterschiedlicher Hard- und Software. Deswegen kann ich hier auch nur eine allgemeine Anleitung geben und ein paar Tipps und Tricks. Aber wenn's erst mal klappt, funktioniert's super. 

Ich bin vor allem von der Funktion "Bilder während der Aufnahme schicken" begeistert. So kann ich beispielsweise Makro oder Still-Life fotografieren und sehe das Ergebnis Sekunden später auf dem PC. Ich kann sofort die Qualität, Schärfentiefe, Ausschnitt und Belichtung checken. Die Kamera bleibt auf dem Stativ, ich muss keine SD-Karte rausnehmen – nichts. Oder auf einer Party: Einfach Bilder schießen und die Freunde können sich die Ergebnisse Sekunden später auf dem PC anschauen und ausdrucken. Oder ich leite die Bilder einfach an eine große Flachglotze weiter und zeige sie dort. Eine klasse Funktion, die mir viel Spaß macht und die ich nun endlich auch ohne Eye-fi-Karte nutzen kann.

Was ich mir noch wünschen würde, wäre ein Auto-Synch-Funktion. Dabei synchronisiert die G6 sofort alle neuen Bilder mit dem Ordner auf meinem PC. Aber wer weiß: Panasonic hat ja schon ein Update geliefert – wer weiß, was noch kommt.

Der Schritt von Panasonic in Richtung WLAN-Vernetzung gefällt mir sehr gut. Klar sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft und es gibt immer den Wunsch nach mehr. Aber zumindest ist das, was jetzt schon realisiert wurde ein großer Schritt in die richtige Richtung. Vor allem die Übertragung der Aufnahmen im Hintergrund ist prima, denn so kann ich meine Aufnahmen ruck-zuck auf dem iPad oder PC überprüfen und muss nicht die Speicherkarte aus der Kamera nehmen. Und es ist natürlich eine perfekte Möglichkeit der Datensicherung. 


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